Pulev und Chisora

Anna Mieskes Petrenko-Kubrat Pulev

In den Boxring steigen sie erst am Samstag (ab 22.50 Uhr live in SAT.1), doch schon vorher könnte es zwischen Kubrat Pulev und Dereck Chisora ordentlich krachen. Alarm vor der Pressekonferenz am Dienstag! Auf der wollen die „Cobra“ und der englische Box-Rüpel im feinen Hamburger „Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten“ nämlich nicht nur Nettigkeiten austauschen. Chisora warnt: „Hamburg soll sich auf etwas gefasst machen. Ich habe mir schon etwas für Pulev ausgedacht!“

Vor Europameisterschaft im Schwergewicht flogen verbal bereits die Fetzen. Chisora beleidigte Pulev in einem Interview („Er kann nichts, hat nur Flaschen geboxt, etc…“), Pulev feuerte per Videobotschaft zurück. Selbst die Trainer ließen sich zu einigen deftigen Aussagen hinreißen. Chisora-Coach Hussein: „Pulev kann nur drei Schläge, mehr nicht!“ Das Ballyhoo vor dem Kampf nimmt ernste Züge an. Und auch Ulli Wegner, Pulevs Trainer, platzte der Kragen. Der Kultcoach ahnt: „Chisora will wieder seine Mätzchen machen – psychologische Kriegsführung nennt man das wohl. Aber nicht mit uns!“ Wegner weiß genau, was ihn und seinen Schützling erwartet. Sein Ex-Boxer, Robert Helenius, bekam das 2011 bei einem Kampf gegen Chisora in Helsinki zu spüren. Da ohrfeigte der Engländer den Finnen beim Wiegen. Fast wäre es zu einer Schlägerei gekommen. Wegner: „Wenn Chisora so morgen bei der Pressekonferenz anfängt, kann er sich auf was gefasst machen. Dann gibt es ein Ding auf die Leber!“ Von Pulev – versteht sich… Fernab der Pöbel-Attacken ist der Schwergewichts-Kampf ein Box-Leckerbissen. Kalle Sauerland: „Im Schwergewicht gibt es momentan kaum eine bessere Ansetzung. Das wird richtig spannend!“ Auch die Belohnung, denn neben dem EM-Titel winkt dem Sieger auch eine erneute WM-Chance. „Die wollen sich beide nicht entgehen lassen. Auch deswegen könnte es schon vorher sehr hitzig werden“, glaubt Sauerland. Pulev ergänzt: „Ich bin ein vernünftiger Typ, aber wir Boxer sind auch wenig verrückt. Ich habe vier Monate hart trainiert, mich sehr auf diesen Kampf fokussiert. Wenn man da provoziert wird, kann schon mal was passieren.“

Was, das wird man morgen erfahren. Sicher ist: Nicht nur Chisora hat sich eine Überraschung für die Pressekonferenz ausgedacht…

Eintrittskarten für die Box-Nacht in der Barclaycard Arena sind im Internet bei www.tickethall.de und www.eventim.de sowie unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 erhältlich.

Quelle: Sauerland Event BOXEN.de Foto: Anna Mieskes-Petrenko
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Röwer über Feigenbutz

Facebook Fanpage Feigenbutz-Röwer und Feigenbutz

Karsten Röwer kann zurecht stolz sein! In Potsdam zeigten seine Schützlinge zuletzt ansteigende Form: Enrico Kölling gewann die WBA-Intercontinental Meisterschaft, Burak Sahin und Alexander Peil fuhren klare Siege ein. Doch bereits am 7. Mai ist Röwer wieder im Einsatz. In der Hamburger Barclaycard Arena will er neben Stefan Härtel einen „Neuling“ aus seiner Trainingsgruppe zum Erfolg führen: Vincent Feigenbutz!
Seit Anfang März bereitet sich der 20-jährige Super-Mittelgewichtler im Gym in Berlin-Marzahn vor. Vor allem der Einsatzwille von Feigenbutz imponiert Röwer. „Vincent ist unglaublich fleißig. Zusammen mit Enrico ist er meist der Erste und der Letzte in der Halle“, weiß Röwer zu berichten und freut sich besonders, dass sich der Karlsruher so schnell in Berlin eingelebt hat: „Das war ja meine große Befürchtung. Doch der Junge weiß, dass er Opfer bringen muss, um sich weiter zu steigern!“ Und eine Steigerung ist laut Röwer schon zu erkennen, „obwohl man natürlich in der Kürze der Zeit keine Wunder erwarten darf. Vincent ist auf einem guten Weg und wird in Hamburg zeigen, dass man noch viel von ihm erwarten darf!“

Nicht minder hoch sind die Erwartungen von Röwer an Stefan Härtel. „Er hat sich in den letzten Kämpfen immer mehr gesteigert und, was mir sehr wichtig ist, die im Training einstudierten Aktionen umgesetzt“, so die Analyse des 53-jährigen Diplomsportlehrers, der jedoch hinzufügt, dass in Sachen Krafteinteilung und Strategie noch viel Luft nach oben ist. Röwer: „Wenn Stefan sich in diesen Punkten noch verbessert, wird er schon sehr bald seinen ersten Titelkampf bestreiten.“

Doch erst einmal steht der 7. Mai vor der Tür. Bringen Härtel und Feigenbutz dort ähnlich gute Leistungen, wie zuletzt ihre Teamkollegen, kann Trainer Röwer nach der Hamburg-Veranstaltung mit einem guten Gefühl in den Urlaub gehen.

Im Hauptkampf des Abends kommt es in der Hamburger Barclaycard Arena zur Europameisterschaft im Schwergewicht zwischen Kubrat Pulev und Dereck Chisora – ein Kampf, der gleichzeitig als Eliminator für die IBF-Weltmeisterschaft dient. Eintrittskarten für die Box-Nacht am 7. Mai sind im Internet bei www.tickethall.de und www.eventim.de sowie unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 erhältlich.

Quelle: Sauerland Event Foto: Facebook Fanpage von Vincent Feigenbutz
Quelle BOXEN.de
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Trainingsgruß aus Rosenheim

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Badou Jack vs Lucian Bute – 30. April Washington

badou-jack-vs-lucian-bute

Am 30. April findet in Washington eine Veranstaltung von „Mayweather Promotions“ mit 2 WM-Kämpfen im Supermittelgewicht statt. Neben der IBF-Titelverteidigung von James DeGale gegen Rogelio Medina geht es im zweiten Hauptkampf zwischen dem Schweden Badou Jack und dem Rumänen Lucian Bute um den WBC-Gürtel. Nachdem sich Badou Jack den WBC Titel im Supermittel vor genau einem Jahr von Anthony Dirrell durch einen hauchdünnen Punktsieg (116:112, 115:113, 114:114) geholt hat, verteidigte er ihn bisher einmal gegen den Briten George Groves. Das Ergebnis dieses Kampfes war mit 115:112, 116:111 und 113:114 wieder sehr knapp.

Der WBC-Titelträger trainiert fast durchgängig im Mayweather-Gym. Als gebürtiger Schwede mit dunkler Hautfarbe hat sich gut in Las Vegas eingelebt, wird anerkannt und akzeptiert. Er gehört beinahe schon zum Inventar des Mayweather-Gyms. Den IBF-Herausforderer von DeGale, Rogelio Medina, konnte er bereits 2013 durch ein TKO 6 bezwingen. Im Jahr 2014 fertigte er 3 weitere Gegner ab und kämpfte dann im September 2015 in Las Vegas gegen Dirrell um den WBC-Titel.
Für den 36-jährigen Lucian Bute dürfte dieser Kampf wohl eine der letzten großen Chancen seiner Karriere sein. Dem entsprechend wird er sich auf diesen Fight vorbereitet haben. Bis zu seiner desaströsen Niederlage gegen Carl Froch im Jahr 2012 war Bute in 30 Kämpfen ungeschlagen. Er galt damals als der beste Supermittelgewichtler und führte die BoxRec-Liste in dieser Gewichtsklasse an. Man hatte ihn zum damals stattfindenden Super-Six-Turnier nicht eingeladen. Es gab die Idee, dass der Sieger des Super-Six anschließend gegen Bute kämpfen sollte. Turniersieger Andre Ward zeigte daran kein Interesse. Diese Aufgabe übernahm der gegen Ward im Finale unterlegene Froch. Froch deklassierte in diesem Kampf Bute durch TKO5, wobei Bute eine denkbar schlechte Figur abgab.
Danach bestritt Bute nur noch ausgewählte Kämpfe. Er besiegte noch 2012 Denis Grachev im heimischen Montreal und holte sich dabei einen kleinen Gürtel. Danach folgte eine längere Wettkampfpause. Im Januar 2014 unterlag er Jean Pascal deutlich nach Punkten. Ein Comeback gab es im August 2015 gegen den italienischen Europameister Andrea di Luisa, den er in Montreal eindrucksvoll mit einem TKO 4 abfertigen konnte. Im November unterlag er James DeGale in Quebec City im Kampf um den IBF-Titel. Diese Niederlage fiel mit 112:116 und 2x 111:117 deutlich aus.

Man hätte meinen können, dass damit die Karriere von Lucian Bute am Ende der Fahnenstange angekommen ist. Doch er erhält nach der Niederlage gegen DeGale gleich noch einmal die Chance, sich in einem WM-Fight zu beweisen. Das ist wohl auch der Tatsache geschuldet, dass ihn der Verband WBC als einziger noch in den Top 15 gelistet hat.
Wie dieser Kampf ausgeht scheint völlig offen zu sein. Je nachdem, wie man an diese Ansetzung herangeht, sind verschiedene Szenarien möglich. Beide Boxer sollten den Sieg in den Fäusten haben. Auch Bute, der diesmal wieder außerhalb Kanadas boxen muss. Er wird sich dessen bewusst sein, entweder seinen Job mit Bravour erledigen zu müssen oder in der Versenkung zu verschwinden. Bei Badou Jack weiss man nicht, ob er genug zählbares für den Sieg zustande bringen wird. Seine Kämpfe gegen gute Gegner endeten knapp nach Punkten. Gelingt keinem von Beiden ein entscheidender Luck Punch, ist in diesem Fight jedes Ergebnis möglich. Vielleicht sogar ein Unentschieden. Die entscheidende Frage ist, ob ein Mayweather-Boxer bei einer Mayweather-Veranstaltung im Mayweather-Land überhaupt anders als durch KO zu schlagen ist.

Quelle BOXEN.de geschrieben — 26. April 2016
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Wade chancenlos! „GGG“ auf Gegnersuche

“GGG” auf Gegnersuche! Die erwartete schnelle Niederlage von Dominic Wade (18-1,12 Ko’s) verwirklichte sich bereits in der zweiten Runde des Kampfes vergangen Samstag Abend.  Der Weltmeister der IBF,WBA,WBC und IBO im Mittelgewicht, „GGG“ Gennady Golovkin, wurde seinem Ruf erneut gerecht und machte kurzen Prozess mit dem jungen und unerfahrenen Amerikaner in Inglewood (Kalifornien). Das war ein Paradebeispiel einer Fehlansetzungen im Boxsport.

Der bis zu diesem Titelkampf unbesiegte Amerikaner und Pflichtherausforderer der IBF verdient zumindest Respekt für seine Entscheidung , sich mit dem Besten dieser Gewichtsklasse in den Ring zu stellen. Mit den Erfolgsaussichten einer Feldmaus, auf der Flucht vor 50 Schlangen in einer Box mit  Ringgröße, versuchte er mit schneller Beinarbeit seinem Gegner zu entkommen. Wie chancenlos Wade wirklich war, wird ihm wohl erst bei der späteren Betrachtung des Kampfes auffallen.
Golovkin (35-0,32 Ko’s) trieb den 26-jährigen Herausforderer regelrecht vor sich her. Er schluckte manchmal sogar Jabs und Haken von Wade, dies wirkte aber mehr wie Verhöhnung des Gegners.
Gegen Ende der ersten Runde schickte Golovkin seinen Wiedersacher mit einer harten Kombination zu Boden. Der letzte Schlag landete verdächtig nah am Hinterkopf, dies wurde aber nicht vom Ringrichter bemängelt. In der zweiten Runde suchte GGG den Knockout und fand ihn wie erwartet, sehr schnell.
Dem ersten Niederschlag durch einen brachialen linken Haken, folgte die endgültige Zerstörung per rechter Schlaghand. Wade konnte nicht mehr aufstehen und wurde ausgezählt. So ist das in diesem Business, wenn Promoter das große Geld oder Prestige wittern und junge ungeprüfte Talente gegen den Besten in den Ring schicken.

Mit diesem erneut dominanten Sieg ist und bleibt Golovkin das Maß aller Dinge im Mittelgewicht. Dennoch ist er hungrig auf die wenigen Boxer der Gewichtsklasse, die er bisher noch nicht geboxt hat. Die Rede ist von diesen möglichen Gegnern:

1. Saul Canelo Alvarez  (46-1-1,32 Ko’s) Der junge Mexikaner wird schon länger mit GGG in Verbindung gebracht. Sollte er demnächst Amir Khan besiegen, wäre Gennady der logische nächste Gegner, glaubt man amerikanischen Privatfernsehsendern.

2.Billy Joe Saunders (23-0, 12Ko’s) Der englische Publikumsliebling wartet bereits seit seinem Sieg gegen Eubank Jr. geduldig auf seine Chance mit Golovkin das große Geld zu machen. Auch nach dem Sieg über Andy Lee forderte er Golovkin heraus und wartet weiterhin auf diesen Payday.

3. Chris Eubank Jr. ( 22-1,17 Ko’s) Der bereits erwähnte Eubank Jr. ist aktiver als Saunders in letzter Zeit und besiegte neben Spike O’Sullivan und Chudinov zuletzt auch Nick Blackwell. Die Chancen auf einen Rückkampf mit Saunders stehen im Moment scheinbar höher als ein Duell mit GGG, dennoch wäre Eubank mit schnellen Beinen, Explosivität, Nehmerqualitäten und enormen Siegeswillen ausgestattet und würde diesen Kampf mit Garantie annehmen.

4. Daniel Jacobs (31-1,28 Ko’s) Der wohl gefährlichste Mann unter diesen vier Boxern. Mit klaren Siegen über Mora,Truax und zuletzt Peter Quillin hat der Amerikaner gute Chancen auf einen Kampf mit GGG. Jacobs verfügt auch über die technischen Möglichkeiten einen Golovkin ernsthaft zu fordern.

Quelle BOXEN.de geschrieben — 25. April 2016
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Gennady Golovkin / Dominic Wade

Golo vs WadeEs wird scheinbar wieder einmal Zeit, dass Gennady Golvkin (34(31)-0-0) in den Ring steigt um seine Titel zu verteidigen. In Planung und Erwartung der Boxfans war allerdings ein anderer Gegner als der, der Golovkin jetzt herausfordert. Alle Welt wartet auf einen Spitzenfight zwischen Gennady Golvkin und Saul Alvarez um den regulären WBC-Titel. Was die Zuschauer in Inglewood / Kalifornien zu sehen bekommen, ist ein Kampf gegen Dominic Wade (18(12)-0-0), einem 26-jährigen Amerikaner mit offensichtlich gepimptem Kampfrekord.
Wade wurde im März 2009 Profi und absolvierte bis Februar 2011 eine Serie von 11 Aufbaukämpfen gegen die üblichen machbare Gegner. Im Jahr 2012 pausierte er und ab Februar 2013 bis Dezember 2014 folgten weitere 6 Kämpfe gegen Boxer aus dieser Preisklasse. Damit galt er wohl als aufgebaut genug und harrte „höheren Aufgaben“. Der einzige bekannte Kontrahent Wades wurde dann im Juni 2015 der Australier Sam Soliman. Soliman bot eine recht passable Leistung, verlor jedoch nach Punkten. Es gab nicht wenige Stimmen, die das Kampfergebnis (95:94, 93:96 und 97:92) als „klaren Raub“ bezeichneten. Soliman schmunzelte bei der Urteilsverkündung. Ihm war offensichtlich klar, welche Rolle er bei diesem Kampf zu spielen hatte. Soliman ist mittlerweile 42 Jahre alt und der Kampf gegen Wade war nach der vorherigen Niederlage gegen Jermain Taylor und dem Verlust des IBF-Titels sein bisher letzter. Vielleicht sogar der letzte seiner Karriere.
Mit diesem Sieg über einen Gegner, der aufgrund vergangener guter Leistungen in den Rankings der 4 großen Verbände recht gut platziert war, wurde Dominic Wade in allen Ranglisten fahrstuhlmäßig nach oben gehievt. Er hat einen makellosen 18(12)-0-0) Kampfrekord und wird als würdiger Herausforderer Golovkins präsentiert. Aber ist er das wirklich? Man könnte meinen, diese ungeschlagenen Papier-Gegner sind nur bei europäischen Events in Mode. Das man dieses Spiel auch in den USA kennt, beweist diese Kampfansetzung. Auch wenn Wade von Einigen hoch gelobt wird: Verdient hat er diesen WM-Fight nicht.

Wer am Samstag in Inglewood als Favorit in den Ring steigt ist eindeutig: Titelverteidiger Gennady Golovkin. Sollte Wade die ersten 3 Runden dieses Kampfes überstehen, liegt das sicher nicht an der boxerischen Leistung des Herausforderers Wade, sondern am Spieltrieb Golovkins. Vielleicht lässt er sich diesmal etwas länger Zeit, aber zerlegen wird er den Amerikaner auf jeden Fall.
Die Undercard dieser Veranstaltung hält noch einen weiteren guten Kampf bereit: Im Fliegengewicht treten der Nicaraguaner Roman Gonzalez (44(38)-0-0) und McWilliams Arroyo (16(14)-2-0) aus Puerto Rico gegeneinander an. Besonders begrüßenswert ist bei dieser Veranstaltung, dass es auch 2 Frauenkämpfe auf die Card geschafft haben.
Ein Clip vom Wiegen. Hier sind Golovkin (159) und Wade (159,6) im Limit. Das dürfte aber nebenbei auch das Einzige sein, wo der Herausforderer leicht die Nase vorn hat.

Quelle BOXEN.de geschrieben — 23. April 2016
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Felix nach dem Doping

Marco Baumann-Felix Sturm vs. Fedor ChudinovAm Wochenende machte eine Doping-Nachricht die Runde, die WBA-Superchamp Felix Sturm betrifft. Nach Mitteilung des Verbandes soll in der A-Probe von Felix Sturm eine verbotene Substanz festgestellt worden sein. Sturm hatte am 20. Februar ein Rematch gegen den Russen Chudinov geboxt und sich durch einen heftig umstrittenen Punktsieg den Titel geholt.

Man könnte fast meinen, dieser Dopingverdacht ist nun eine Retourkutsche. Will man sich ganz weit aus den Fenster lehnen, kommt man vielleicht auf den Gedanken, dass eine Partei die Punktrichter kauft und die andere die Dopingkommissionen. So richtig spassig ist das nicht. Letztendlich sind es immer wieder WBA-Kämpfe, wo verspätete Dopingvorwürfe aufkommen. Das war bereits bei Lebedev vs Jones so. Dann der knappe Kampf von Chagaev gegen Oquendo, wo der Amerikaner ebenfalls gedopt haben soll. Zuletzt der Kampf zwischen Chagaev und Browne. Auch da beteuert Browne seine Unschuld. Felix Sturm nimmt zu den Vorwürfen öffentlich Stellung. Der Fairness halber hier der komplette Wortlaut seiner Mitteilung:

„Hallo allerseits! Wie die meisten mitbekommen haben, wurde in meiner Dopingprobe vom 20.02.2016 das Mittel : ◦ 3- Hydroxystanzolol Glucuronide entdeckt ! Ein Mittel, das zum Muskelaufbau und Gewichtszunahme dient. Es hat ganze acht Woche gedauert, bis man mir mitgeteilt hat, dass ich positiv getestet wurde. Normalerweise dauert es nicht länger als zwei bis drei Wochen.
Der Kampf von Ruslan Chagajev gegen Lucas Brown war zwei Wochen nach meinem Kampf. Die positive Dopingprobe von Lucas Brown wurde nach ca. vierzehn Tagen bestätigt und zugestellt. Bei mir hat es weitere vier Wochen gedauert, bis man festgestellt hat, dass ein positiver Befund vorliegt ! Bei mir wurden in 26 Jahren Boxen über 100 Dopingproben durchgeführt. Urin und Blutdoping. Jede einzelne war negativ ! Darunter auch unangemeldete Tests.

Ich werde alles tun, um meine Unschuld zu beweisen! Wenn alles geklärt ist, werdet ihr einen ausführlichen Bericht dazu bekommen. Sobald es Neuigkeiten gibt, werde ich sie hier verkünden.“

Sturm hat angekündigt, sich einen Anwalt zu nehmen und auf jeden Fall die B-Probe öffnen zu lassen. Wird Sturm Doping nachgewiesen, bedeutet das Titelverlust und Sperre. Vielleicht sogar das Karriereende. Andererseits muss man sich allerdings auch fragen, ob ein erfahrener Sportler wie Felix Sturm wirklich so blöde ist, sich beim Dopen erwischen zu lassen. Die ganze Angelegenheit wirkt merkwürdig bis unglaubwürdig. Man kann gespannt sein, was am Ende dabei heraus kommen wird. Es wird sich heraus stellen, was nach öffnen der B-Probe passiert. Hat Sturm tatsächlich gedopt oder nicht? Ist das vielleicht auch Alles nur ein Versuch, vom seltsamen Ergebnis dieses Kampfes abzulenken?

Quelle BOXEN.de — 17. April 2016
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Zeynel Elbir

Zeynel Batman Elbir

Zeynel Elbir möchte Fight gegen Jankovic schneller beenden als Leon Bauer! Am Samstag, den 16. April 2016 wird der Berliner Zeynel Elbir in der Nürnberger Mehrraumhalle gegen Aleksandar Jankovic in den Ring steigen. Für Elbir wird es der fünfte Profikampf in seiner noch jungen Karriere. Zum ersten Mal wird die junge Boxhoffnung über sechs Runden gehen müssen, wenn er seinen serbischen Kontrahenten nicht vorzeitig besiegen kann. Bei einer K.o.-Quote von 100 Prozent scheint ein schnelles Ende allerdings mehr als wahrscheinlich. Sollte es doch länger dauern wird es eine neue Herausforderung für „Batman“ sich den Kampf gut einzuteilen und gelassen zu bleiben. „Ich muss ruhig in den Kampf gehen und darf den Gegner nicht unterschätzen!“ Der Kampfname kam zufällig beim Einmarsch seines dritten Kampfes in Hamburg zustande, wo Elbir im letzten Jahr ein „Batman“ T-Shirt trug. Dort haben die Leute begonnen ihn so zu nennen und seitdem trägt er diesen Kampfnamen.

Sein Gegner kommt aus Novi Sad und musste sich bereits gegen einige deutsche Boxer geschlagen geben: Denis Liebau, Benjamin Simon, Sebastian Formella, Ismail Özen, Alex Born, Mario Jassmann, Leon Bauer und Adrian Raatz. Nun soll auch ein Sieg für den aufstrebenden 22-Jährigen Boxprofi mit türkischen Wurzeln folgen, der das Duell gerne schneller als die Sauerland-Hoffnung Leon Bauer beenden würde. Dieser siegte Im Oktober 2015 in der dritten Runde durch technischen Knockout gegen Jankovic, der aber wegen seiner größeren Erfahrung von keinem jungen Boxprofi unterschätzt werden sollte!

Der Serbe gilt als Aufbaugegner, was sein Kampfrekord von 51 Profikämpfen mit 41 Niederlagen und 10 Siegen (8 K.o.‘s) zeigt. Bei BoxRec steht er in der Rangliste auf Platz 640 und würde damit für Elbir einen Sprung nach vorne bedeuten, wenn er den Ring als Sieger verlassen kann. Derzeit befindet sich „Batman“ mit 4 Siegen durch Knockout auf Platz 896 bei BoxRec. Dies soll sich schleunigst ändern und daher steht auch schon der nächste Kampftermin für den 6. Mai 2016 im Berliner Huxleys Neue Welt. Bei dem Boxevent von Ahmet Öner wird auch sein Trainingspartner Ünsal Arik gegen Chris Hermann antreten. Zusätzlich wird Nina Meinke ihr Profidebüt mit Coach Sven Ottke feiern und der Berliner Serdar Sahin sowie Avni Yildirim aus der Türkei ihre Titel verteidigen.

Da vor jedem Kampf eine harte Vorbereitung zu absolvieren ist, war Elbir bereits eine Woche mit Ünsal Arik in Nürnberg. Dort hat er gegen den starken GBU Weltmeister im Mittelgewicht Nuhu Lawal gesparrt: „Das Training muss härter sein als der Kampf, deshalb suche ich immer die Herausforderung!“ Danach ging es für den Feinschliff wieder nach Berlin. Da passt es gut, dass der Mittelgewichtler auch als Fitnesstrainer arbeitet. Da kommt man nie außer Form. Derzeit trainiert Elbir zur Probe bei einem sehr erfahrenen Trainer aus Usbekistan, der die russische Boxschule verfolgt und bereits Burak Sahin zur Deutschen Meisterschaft geführt hat. Wenn die Zusammenarbeit sich als fruchtbar erweist, werden sie bald gemeinsam die Boxszene auf sich aufmerksam machen.

Bereits für seinen letzten Kampf gegen Maik Täubig in Hövelhof hatte sich „Batman“ bei einem namenhaften deutschen Boxstall vorbereitet und ist nach Hamburg zu EC Boxing gefahren. Dort arbeitete er mit dem Coach Nasser Chahrour und stieg zum Sparring gegen Denis Krieger in den Ring. Trotzdem bleibt für den Berliner ein Sparringspartner der stärkste: der Bundesliga-Boxer Firat Tekin vom Berliner Verein Olympia 75. Dennoch gibt es einen gravierenden Unterschied bei den Amateuren und Profis. Im Amateurboxen ist die Technik sehr wichtig, aber die alleine bringt einem bei den Profis nicht viel bei einem Gegner mit Ausdauer und Schlagkraft. Außer bei Ausnahmetalenten wie Floyd Mayweather und Andre Ward. Neben diesen Elite-Fightern beeindrucken ihn international weiter Adonis Stevenson, Gennady Golovkin und Sergey Kovalev. „In Deutschland gefallen mit Jürgen Brähmer und Tyron Zeuge, dem ich im Supermittelgewicht einiges zutraue und noch von den Amateuren kenne.“ In Zukunft würde ich auch gerne gegen eine deutsche Box-Hoffnung von Sauerland boxen, die ich bei den Amateuren im Landesleistungszentrum schon einmal beim Sparring am Boden hatte.

Neben seinem nächsten Duell am Samstag freut sich Elbir auf das Gefecht zwischen Amir Khan und Saul „Canelo“ Alvarez am 7. Mai 2016 in Las Vegas. „Ich denke, dass Canelo bis zur sechsten Runde durch K.o. gegen Khan gewinnen wird. Khans Schnelligkeit wird ihm da nicht viel helfen.“ Davor geht es aber erst am Freitag zum Wiegen um 16 Uhr Richtung Süden, hoffentlich seinem nächsten Sieg entgegen.

Zum Schluss möchte Elbir noch etwas Wichtiges loswerden: „Ich möchte mich herzlich bei meinen Sponsoren Sercan Meral, der mich mit seiner Dönerproduktionsfirma stark unterstützt und Michael Helling, welcher mich ebenso auf meinem Weg nach oben begleitet bedanken. Außerdem noch einen riesen Dank an meine loyalen Brüder vom Team-Mesos, die mich mit Textilien stark unterstützen und immer hinter mir stehen, sowie einer meiner besten Freunde Cihan Borcin, der mit mir seit einem Jahr alles plant und organisiert und ohne den ich viele Kämpfe nicht bestreiten könnte. Ich werde nie vergessen, woher ich komme und meinen Förderern immer dankbar sein. Leider leben wir in einer Welt, wo der eine den anderen leiden sehen möchte und viele Neider und Nichtgönner ihr Unwesen treiben. Vor allem im Boxsport!“

Quelle BOXEN.de Foto: Zeynel Elbir
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Glowacki vs Cunningham

Gla Cu

Glowacke gegen Cunningham / WBO WM im Cruisergewicht: Die erste Titelverteidigung des WBO-Cruiser-Titels von Krzysztof Glowacki (25(16)-0-0) findet am 16. April in New York gegen Steve Cunningham statt. „USS“ Cunningham wird also wieder ins Cruiser zurück kehren. In dieser Gewichtsklasse war er bereits 2x IBF Weltmeister. Ex-WBO-Superchampion Marco Huck kann nur tatenlos zusehen, wie jetzt andere Boxer um „seinen“ Titel kämpfen. Vielleicht schafft es ja sein Management, dass er später noch einmal gegen den Sieger aus Glowacki vs Cunningham antreten kann.

Cunningham hatte zuletzt mehrere Kämpfe im Schwergewicht bestritten, ohne jedoch noch einmal große Erfolge feiern zu können. Er ist wohl so langsam auf der Zielgeraden seiner Boxkarriere angekommen und kann auf einen Kampfrekord von 28(13)-7(1)-1 verweisen. Nach seiner Niederlage gegen Tyson Fury 2013 gab es für Cunningham 3 Siege, eine Niederlage gegen Glazkov und zuletzt ein Unentschieden gegen Tarver. Man sagt, er kämpft eigentlich nur noch, um die Arztrechnungen für seine schwer herzkranke Tochter bezahlen zu können. Schon allein deshalb gibt es für Steve Cunningham ein gedankliches „Daumen hoch“.

Das Glowacki bei seiner ersten Titelverteidigung ausgerechnet gegen den erfahrenen Cunningham antritt, ist gewiss kein Fehler. Man kennt Cunningham nicht nur in den USA und so ist es selbstverständlich, dass dieser Fight zum Hauptkampf der Veranstaltung im Barcley`s Center gemacht wurde. Glowacki ist Rechtsausleger und 10 Jahre jünger als Cunningham. Ob allein das ausreicht, muss man abwarten. Der Boxer aus Philadelphia hat eine größere Reichweite als der Pole und ist für sein Alter noch immer recht flott unterwegs. Glowacki weiss das und äußerte sich entsprechend anerkennend über Cunninghams Reaktionsschnelligkeit.

Urteilt man nach Alter und von den Kampfrekorden aus, liegt die Favoritentrolle wohl klar bei Glowacki. Dennoch kann man davon ausgehen, dass sowohl die Boxfans am Ring in New York, als auch weltweit an den Bildschirmen Cunningham den Sieg gönnen und auch zutrauen würden.

Man kann durchaus gespannt auf das Ergebnis dieses Kampfes sein. Es geht immerhin um den WBO-Gürtel im Cruisergewicht. Diesen Titel möchte Marco Huck unbedingt zurück haben. Sowohl gegen Cunningham als auch gegen Glowacki hat er in der Vergangenheit verloren. Es wäre gewiss spannend, ein Rematch um den WBO-Titel gegen einen der Beiden zu erleben. Ansonsten kann man Huck wohl nur mit dem IBO-Titel bei RTL verkaufen. Das ist zwar ungefählich, aber glanzlos.

Quelle BOXEN.de
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Briggs gegen Haye!

Boxing - David Haye Filer

Let`s GO Champ! Seitdem Shannon Briggs (59-6-1,52 Ko’s) mit mehr oder weniger lustigen Provokationen Exweltmeister Klitschko über fast zwei Jahre verfolgt hatte und dieser seine Titel gegen Fury verlor, ist keiner mehr sicher vor ihm. Neustes Opfer seiner Selbstdarstellung ist der Engländer David Haye (27-2,25 Ko’s) und dieses Mal scheint, der in die Jahre gekommene Ex-Champion ernsthaft Erfolg mit seinen Schreitiraden gehabt zu haben. Haye gibt ihm eine Chance, wenn Briggs auf der Undercard von Haye’s nächsten Kampf boxt. Den geforderten Gehirnscann hat der lautstarke Amerikaner bereits bestanden.

Die Herausforderung von Mr. „Lets go Champ“-Briggs auf der Pressekonferenz von David Haye’s Kampf am 21.ten Mai mit dem unbesiegten und unbekannten Arnold „The Cobra“ Gjergjaj (29-0,21 Ko’s) trägt mittlerweile Früchte. Wie nun bekannt wurde, kämpft Briggs auf der Undercard und Haye garantiert ihm den geforderten Kampf. Besser hätte es für Briggs nicht laufen können, denn nun wurde der Vertrag fixiert. Nun muss er seinen Worten Taten folgen lassen.

Vor wenigen Tagen legte Briggs erneut nach und leistete sich ein Schreiduell mit  Haye. Das wird wohl eine schmerzhafte Erfahrung für den 44jährigen ehemaligen Weltmeister. Immerhin hat er seinen lang ersehnten Payday (eigentlich gleich zwei) und das scheint sein einzig ernsthaft angestrebtes Ziel gewesen zu sein.

Quelle BOXEN.de
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